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Eurovision, Demos und wenig überraschende Wahlergebnisse

Samstagabend lief wie jedes Jahr der Eurovision Song Contest, dieses Jahr kam er aus Moskau. Die artistischen Einlagen vor Beginn der eigentlichen Show und während des Votings waren zwar nett, aber durch die Fernsehübertragung weniger beeindruckend, wie sie es für die Zuschauer in der Halle wohl gewesen ist. Russland hat sich richtig angestreng, einen Song Contest der Superlative zu veranstalten, dementsprechend hoch waren die Kosten auch gigantisch: 42 Millionen Euro. Ein weiteres Highlight sollte die Schalte ins All zur ISS sein. Überrschender Weise, waren die Kleider der Moderatorin dieses Jahr sogar erträglich.
Der deutsche Beitrag von Alex Christensen und Oliver Whoever, landete wie eigentlich immer auf einem der hinteren Plätzen und das obwohl Dita von Teese zur Unterstützung irgendwo ganz hinten auf der Bühne einen Pseudo-Striptease ablieferte.

Am Nachmittag vor dem Contest wurde dieser von der auseinander geprügelten Demonstration von Schwulen vor der Halle überschattet. Ganz abgesehen davon, dass einige der Demonstranten auch verhaftet wurden. Vladimir Kaminer versuchte beim deutschen Warmup am Abend aus Hamburg das Vorgehen der russischen Polizisten damit zu entschuldigen, dass Russland noch nicht ganz in Europa angekommen sei. Trotzdem wurden am Rand der offiziellen deutschen Party ein kleines Meer von Regenbogenfahnen unter lauten, nicht von der ARD übertragenen, Rufen geschwenkt.

Gewonnen hat, wie soll es anders sein, der im Vorhinein als absolute Favorit gehandelte Beitrag aus Norwegen. Ein kleiner 23jähriger junger Mann, Harry Potter nicht unähnlich, der von der Liebe als Märchen sang, dabei selbst Geige spielte und von zwei in Feenkleidern gewandeten blonden Frauen umtanzt wurde.

Mein persönliches Highlight war der israelische Beitrag. Die Sängerinnen Noa und Mira Awad, die eine Israeli, die andere Palästinenserin, brachten als einzige eine echte Botschaft zum ansonsten sehr seichten Song Contest aus ihrer Heimat mit. Leider landete ihr Song There must be another way nur auf Platz 16. Auch der Beitrag aus Portugal brachte frischen Wind in den Einheitsbrei aus Dancepop und herzerweichenden Balladen.

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