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Hartes Mädchen und Ex-Begegnungen

6. Februar 2010 1 Kommentar

Es ist schon einige Wochen her, da hörte ich diese Liedzeilen und dachte den kursiven Satz unten drunter.

mi dignidad es primero
Tal vez asi es mejor: Odia me!

(zuerst meine Würde
Vielleicht ist es besser so: Hasse mich!)

Wenn ich dich verletzt habe, dann hast du es wahrscheinlich verdient und es war Absicht, wenn du mich verletzt hast, dann war ich dumm genug es zuzulassen.

Genau dieser schoss mir neulich durch den Kopf, als ich zufällig meinem Ex beim Einkaufen über den Weg lief (nebenbei: Hab ich schon angemerkt, wie sehr ich Dörfer hasse?). Dieser, frisch getrennt, nachdem meine (x.) Nachfolgerin die Flucht ergriffen hatte (das Gute an Dörfern: Man weiß immer über alles Bescheid), begann dann in der Kassenschlange vor mir stehend ein Gespräch:

Er: „Hast du Lust einen Kaffee mit mir trinken zu gehen?“
Ich: „Warum?“
Er: „Wir könnten uns doch endlich aussprechen.“
Ich: „Und was soll das bringen?“
Er: „Wir könnten Ungeklärtes klären.“
Ich: „Warum sollten wir uns nach 7 Jahren aussprechen?“
Er: „Vielleicht könnte der Kontakt so auch wieder enger werden.“
Ich: „Welcher Kontakt?“
Er: „Na, unser Kontakt! Der Kontakt zwischen uns, dir und mir!“
Ich: „Ich kann mich abgesehen von 3 zufälligen Begegnungen in den vergangenen 7 Jahren an keinen Kontakt erinnern.“
Er: „Darum finde ich wir sollten den Kontakt auch wieder vertiefen. Wir waren doch so ein glückliches Paar! Nie hatten wir Streit und unsere Hobbys und Freunde waren doch auch genau gleich!“
Ich: „Wir haben uns nie gestritten, weil du bei der kleinsten Unstimmigkeit das Zimmer verlassen hast und Hobbys und Freunde waren genau gleich, weil ich zu jung und naiv war, um mich gegen deine Verbote durchzusetzen.“
Er: „Ich hab dir nie etwas verboten!“
Ich: “ Wirklich? ‚Mädchen hören nicht so eine Musik! Mädchen sind nur mit Mädchen befreundet!‘ und mein Liebling: ‚Mädchen machen kein A-A!‘ Soll ich weiter machen?“
Er: „Heißt das, du willst den Kontakt nicht vertiefen?“
Ich: „Hast du es auch endlich geschnallt?“
Er: „Und Kaffee? Willst du wenigstens einen Kaffee mit mir trinken gehen?“
Ich: „Danke, nein.“

Gut, um ehrlich zu sein, das ist das, was sich während unseres Gespräches in meinem Kopf abspielte, der wirkliche Dialog lief so ab:

Er: „Hast du Lust einen Kaffee mit mir trinken zu gehen?“
Ich: „Warum?“
Längere Pause weil er dran war und bezahlen musste
Er (zögernd): „Wir könnten uns doch endlich aussprechen.“
Ich (zuerst die Kassiererin zur Begrüßung anlächelnd, während ich das Geld hinlege ausdruckslos an ihn gewandt): „Danke, nein.“

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